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Buddha

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat sich seit mehr als 3.000 Jahren als medizinisches Heilsystem bewährt. Die TCM ist eine ganzheitliche Therapiemethode. Ziel ist es, den Organismus zu regulieren, also Körper, Seele und Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Sie strebt die Balance der natürlichen Kräfte an: Kälte – Hitze, Fülle – Leere, Yin – Yang sollen ausgeglichen werden. Somit kann die TCM bei akuten und chronischen Erkrankungen sowie zur Prävention eingesetzt werden. Auch bei sogenannten „funktionellen Störungen“ zeigt sie gute Erfolge.

Die TCM besteht aus fünf Säulen:

  • Akupunktur
  • Pharmakologie
  • Diätetik
  • Tuina (manuelle Therapie)
  • Qigong (Bewegungstherapie)

Die Behandlungsmethoden der TCM ergänzen und unterstützen sich gegenseitig und können einzeln oder kombiniert angewendet werden.

Für ihre Anwendung ist eine vorausgehende genaue Diagnostik gemäss der TCM unabdingbar.

Akupunktur:

An bestimmten Punkten des Körpers werden die dünnen Akupunkturnadeln platziert, wo sie etwa 20 bis 30 Minuten verbleiben und ihre heilsame Wirkung entfalten, während sich der Patient auf der Liege entspannt.

Die meisten Patienten empfinden die Akupunktur als wohltuend.
In vielen Untersuchungen konnte nachgewisen werden, dass die chinesische Heilmethode bei einer Fülle von Erkrankungen hilft, oft gerade dann, wenn eine herkömmliche Behandlung erfolglos blieb.

Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt.
Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen (Serotonin und Endorphine) auslöst, die oft auch als “Glückshormone” bezeichnet werden.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Akupunktur bei einer Reihe Erkrankungen wie Menstruations-beschwerden, Heuschnupfen, allergischem Asthma oder chronischen Wirbelsäulenleiden den herkömmlichen medizinischen Therapien klar überlegen ist.

Die weltweit größten Untersuchungen, die ART- und GERAC-Studie (Modellvorhaben Akupunktur) mit mehr als 250.000 Patienten wurden in Deutschland durchgeführt. Sie ergaben, dass Akupunktur bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen (z.B. infolge einer Arthrose) in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und lang anhaltenden Schmerzlinderung führt. Die Studien weisen darauf hin, dass Akupunktur bei diesen Beschwerden genauso gut oder sogar besser wirkt als herkömmliche Therapien (Medikamente, Krankengymnastik oder Massagen).

Pflanzenheilkunde

Anders als in westlichen Ländern üblich, stellt nicht die Akupunktur, sondern die chinesische Pharmakologie die wichtigste Säule der traditionellen chinesischen Medizin dar.

Fachgerecht praktiziert, ist sie eine effektive und sichere Therapieform bei vielen Erkrankungen.
In Deutschland sind die wichtigsten Arzneimittel über ein breites Netz von spezialisierten Apotheken erhältlich,
die dabei für die Qualität und Reinheit der Produkte garantieren.
Es werden vorwiegend Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Rinde, Wurzeln) verwendet, aber es kommen auch mineralische und tierische Produkte (Muschelschalen) zum Einsatz.
Je nach Syndrom werden die einzelnen Substanzen zu einer Rezeptur zusammengestellt und in Form von einem Dekokt (Tee), Tabletten oder Tropfen verabreicht.

Bei chinesischen Kräuterrezepturen handelt es sich praktisch nie um vorproduzierte, fertig abgepackte Mischungen, sondern diese werden meist individuell zusammengestellt. Der/die Patient/in erhält eine, nach individuellen Bedürfnissen zusammengesetzte Rezeptur, welche bei Bedarf  angepasst wird.

Chinesische Ernährungslehre:

In der chinesischen Medizin spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Ernährungslehre nach TCM handelt von der Heilwirkung der Nahrung auf Körper, Seele und die Lebensenergie Qi.
Exotische Zutaten braucht man nicht, um sich nach der fernöstlichen
Tradition zu ernähren. Auch mit heimischen Lebensmitteln kann Essen zur
Therapie werden und etwa eine Akupunkturbehandlung ergänzen.

Lebensmittel sind nach chinesischer Überzeugung Heilmittel,
die ganz individuell auf die Konstitution eines Menschen abgestimmt werden können.
Ebenso wie Heilkräuter haben Lebensmittel eine energetische Wirkung auf den Körper.

Im Unterschied zur westlichen Ernährungstherapie geht es nicht so sehr darum Kalorien zu zählen, sondern vielmehr um die energetischen Eigenschaften der einzelnen Nahrungsmittel.
Die Nahrung wird eingeteilt nach ihrem Temperaturverhalten, ihrem Geschmack und ihrer Zuordnung zu den fünf Elementen.
Jeder Patient wird nach den Regeln der chinesischen Medizin diagnostiziert und bekommt eine individuelle Ernährungs-, Getränke-, und Zubereitungsempfehlung die auf sein jeweiliges Krankheitsbild abgestimmt ist.

Moxatherapie

Moxa ist ein Heilverfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin. Mittels Moxazigarren oder Moxakegel, welche meist aus getrocknetem Beifusskraut besteht,  werden Akupunkturpunkte oder Meridianabschnitte erwärmt. Durch dieses Anwärmen von Akupunkturpunkten oder Meridianabschnitten mobilisiert man die Selbstheilungskräfte im Körper.

Moxa wendet man gezielt, punktuell und vorzugsweise dort an, wo Akupunkturpunkte zu finden sind oder wo sich der Hauptschmerz befindet. Grossflächig behandelt man Hautareale, beispielsweise über Gelenke oder an Reflexzonen innerer Organe. Moxa ist eine Reiztherapie, als Reizmittel dient dabei die Wärme.

 

Schröpftherapie:

Das Schröpfen ist eine einfache und effektive Therapiemethode. Sie zählt zu den ausleitenden Verfahren. Bei der Schröpftherapie werden verspannte Muskeln gelöst, Qi und Blut bewegt und hierdurch der lokale Stoffwechsel angeregt.

Schröpfen in der traditionellen chinesischen Medizin:

Mit dem Schröpfglas wird ein lokales Vakuum auf der Haut erzeugt. Je nach Wirkbereich wird dadurch Einfluss auf Meridiane und innere Organe genommen. Besonders im Bereich der Zustimmungspunkte, die sich auf dem Blasenmeridian entlang des Rückens befinden, kann das Schröpfen innere Organe beeinflussen.

Gua Sha:

Gua Sha Fa – “Reiben und Kratzen” ist eine wenig bekannte aber sehr effektive Methode.

  • Gua = Schaben
  • Sha  = Hautrötung
  • Fa    = Methode

Mit einem Gegenstand wie einem Löffel, oder einem Schaber aus Büffelhorn wird auf der Haut geschabt bis sich eine starke Hautrötung mit kleinen Einblutungen einstellt das so genannte “Sha”.

Wirkung nach TCM:

  • Bewegt Qi und Xue
  • Löst Xue-Stase auf
  • Nährt das Blut
  • Leitet Pathogene aus dem Körper aus
  • Unterstützt den Transport von Schleim
  • Aktiviert die Funktionskreise über die Akupunkturpunkte

 

Wirkung aus westlicher Sicht:

  • Anregung der Hautausscheidung
  • Ableitung von Toxinen
  • Fördert die Durchblutung
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Entspannend
  • Schmerzlindernd

Tui-Na:

Die Tui-Na Massage ist Teil der chinesischen Medizin. Sie vereint Griffe aus der Manuellen Therapie und Chiropraktik mit verschiedenen Massagetechniken. Die Tuina-Massage stimuliert das gesamte Muskel- und Skelettsystem sowie die inneren Organe und fördert nach traditioneller chinesischer Anschauung das Fließen der Lebensenergie (Qi).
Die grundlegenden Theorien sind die Gleichen wie die der anderen Verfahren der TCM.

Der Begriff Tui Na setzt sich zusammen aus

  • Tui = Schieben
  • Na = Greifen

Bei der Tui Na Therapie werden mehr als 20 verschiedene Massagegriffe angewendet. Zusätzlich werden Akupunkturpunkte Akupressiert oder die Massage kombiniert mit Akupunktur angewendet.

Die Tuina Massage ist eine ganzheitliche Therapie welche Muskelverspannungen lockert, Energien ausgleicht und zu gleich über die Aktivierung von Akupunkturpunkten einfluss auf die Inneren Organe nehmen kann.
Neben den Therapeutischen Indikationen kann sie auch zur allgemeinen Enspannung als Wellnessmassage angewendet werden.

Einsatzgebiete der Tuina Massage sind z.B.
Rückenschmerzen (Lumbago, Ischialgie, Muskelhartspann)
Kopfschmerzen
Nackenschmerzen
Innere Unruhe

Dauer: Die Tuina Massage dauert ca 45min.

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