Schmerztherpie mit TCM

“Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie”.
Dr. med. Voll

Die Schmerztherapie in der TCM besteht aus mehreren Komponenten die individuell miteinander kombiniert werden können. Grundlage hierfür bildet die Akupunktur, Schröpftherapie, Gua Sha Fa, sowie chinesischen Kräutern und Diätetik. Ergänzend zur TCM werden je nach Beschwerdebild Massagen und Kinesiotaping  angewendet.

Nacken- / Rückenbeschwerden

Anders als die westliche Medizin betrachtet die chinesische Medizin den Rücken nicht isoliert als Quelle der Schmerzen, sondern sucht nach tieferliegenden Ursachen.
Im Fall von Schmerzen im Rückenbereich und Nackenbereich geht es in der chinesischen Medizin darum die Energien Yin und Yang auszugleichen, bzw. stagnierendes Qi zum Fließen zu bringen.
Meist erfolgt dies durch die Stärkung des Blasenmeridians, welcher der Hauptversorger des Rückens ist.

Genauso kann aber auch stagnierendes Qi im Gallenblasenmeridian Ursache für einen verspannten Nacken sein. Hier spielt häufig auch Leber Xue Mangel eine Rolle. Besonders Menschen die viel am PC arbeiten sind davon betroffen.

Die gleichen Ursachen, die aus der Sicht der chinesischen Medizin für Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen sorgen, können auch Migräne, Stress, chronische Verdauungsprobleme und sogar Menstruationsbeschwerden auslösen.
Daher kann eine Behandlung nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin in manchen Fällen auch gleich mehrere scheinbar nicht zusammenhängende Beschwerdebilder lindern.

Tennisarm

Beim Tennisarm (Tennisellenbogen) oder auch Mausarm, liegt eine Überlastung der Muskeln vor, die das Handgelenk strecken. Der Schmerz tritt meist an der Außenseite des Ellenbogens auf und kann bis in die Hand ausstrahlen.
Beim Golferarm ist  die Muskulatur, die das Handgelenk beugt, überlastet. Hier treten die Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens auf und können wiederum bis in die Hand ausstrahlen.

Aus Sicht der TCM ist hier meist der Dickdarmmeridian betroffen bei dem es zu einer Stagnation des Qi gekommen ist. Über die Manipulation von Akupunkturpunkten u.a. auf dem Dickdarmmeridian ist diese meist gut zu lösen. Bei chronischer Epicondylitis sind aber immer auch die Sehnen als ganzes zu Stärken, z.B. durch Aufbau von Leber-Blut und Akupunkturpunkte, die auf die Sehnen wirken.

Mittels Akupunktur und Kinesiotape sind die Schmerzen in vielen Fällen gut zu behandeln.

Kniegelenksbeschwerden

Aus Sicht der TCM wird das Knie zum Element Wasser gerechnet und ist damit eng mit den Funktionskreisen Niere und Blase verbunden.
Wie die Nieren und die Blase reagieren die Kniee empfindlich auf Kälteeinwirkung. Eine Schwäche im Knie ist ein Symptom das auf eine Dysregulation in den Funktionskreisen Niere und Blase hinweisen kann. Meist spielt hier ein Nieren-Yang Mangel eine Rolle.
Oft haben Beschwerden der Knie aber auch lokale und äußerliche Ursachen und können symptomatisch behandelt werden.
Geht ein akutes Geschehen am Knie in ein chronisches über, spielen häufig pathogene Faktoren wie Wind, Kälte, Nässe eine Rolle.

Primärer Kopfschmerz:

  • Clusterkopfschmerz
  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne
  • sonstige Formen

Sekundärer Kopfschmerz:

  • Kopf- und Gesichtsneuralgie
  • chronische Substanzeinwirkung
  • sonstige Ursachen

Akupunktur bei Kopfschmerzen

Etwa 20% der Deutschen leiden an chronischen Kopfschmerzen und sogar 70% an gelegentlichen Kopfschmerzen. Für den Therapeuten stellen Kopfschmerzen mit all seinen Sonderformen eine besondere Herausforderung dar. Schulmedizinisch teilt man die Kopfschmerzen in zwei unterschiedliche Formen. Primärer Kopfschmerz und Sekundärer Kopfschmerz.

In der TCM sind diese Einteilungen von untergeordneter Bedeutung. Hier werden die Kopfschmerzen in innere Kopfschmerzen und äußere Kopfschmerzen eingeteilt.
Äußerer Kopfschmerz bedeutet das ein von außen eingedrungenes Pathogen ursächlich für die Kopfschmerzen ist.
Innere Kopfschmerzen haben Disharmonien innerer Organe, des Qi und des Blutes als zugrunde liegende Ursache.
Für die Diagnose spielt unter anderem die Schmerzlokalisation und die Art des Schmerzes eine große Rolle. Genauso wann der Schmerz auftritt und was ihn verbessert oder verschlechtert.

  • Scheitel-Kopfschmerz – Funktionskreis Leber  (Jue Yin)
  • Schläfen-Kopfschmerz -Funktionskreis Gallenblase (Shao Yang)
  • Hinterkopf-Schmerz – Funktionskreis Blase (Tai Yang)
  • Stirn-Kopfschmerzen – Funktionskreis Magen (Yang Ming)

Weitere Hinweise gibt uns das subjektive Empfinden des Patienten. Ist der Schmerz dumpf, pochend, ziehend, stechend oder von einem Schweregefühl begleitet. Beginnt der Kopfschmerz langsam oder plötzlich. Kehrt der Kopfschmerz  zyklisch wieder, in Ruhephasen oder eher in stressigen Zeiten. Bessert Wärme, Kälte, Bewegung, Ruhe? All das gibt einem TCM Therpeuten Hinweise auf die Ursache und auch darauf wie therapeutisch vorzugehen ist.

Die Akupunktur stellt eine ideale Indikation für Kopfschmerzen dar. Es braucht aber insbesondere bei chronischen Kopfschmerzpatienten einige Sitzungen um dauerhaften Erfolg zu haben.

Schmerz Erkrankungen und Symptome bei denen laut Liste WHO Akupunktur helfen kann.

  • Kopfschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Lumbalgie (Schmerzen im Lenden-Bereich)
  • Ichialgien (Ischiasschmerzen)
  • Nackenschmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Postoperative Schmerzen
  • Rheumatoide Arthritis
  • Verstauchungen
  • Folgen von Schlaganfall
  • Tennisellbogen

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